AGB

Vertragsbedingungen und Badeordnung des Erlebnis- und Wellnessbad Vita Alpina

Sehr geehrte Gäste des Erlebnis- und Wellnessbad Vita Alpina,

die nachfolgenden Vertragsbedingungen und die nachfolgende Badeordnung regeln das Vertrags- und Benutzungsverhältnis zwischen der des Erlebnis- und Wellnessbad Vita Alpina (nachfolgend „Vita Alpina“ oder „Bad“ abgekürzt, betrieben durch die Ruhpolding Tourismus GmbH, Bahnhofstraße 8, D-83324 Ruhpolding, nachfolgend „RTG“ abgekürzt und dem Badegast, beziehungsweise dem Auftraggeber. Die nachfolgenden Bedingungen werden, soweit rechtswirksam einbezogen, Inhalt des mit dem Gast, beziehungsweise dem Auftraggeber zu Stande kommenden Vertrages. Bitte lesen Sie deshalb diese Vertragsbedingungen sorgfältig durch.

A. Vertragsbedingungen

Die nachfolgenden Vertragsbedingungen regeln die allgemeinen rechtlichen Grundlagen des Vertragsverhältnisses zwischen der RTG und dem Gast, beziehungsweise dem Auftraggeber.

1.Vertragsgrundlagen, Geltung dieser Vertragsbedingungen, Begriffsbezeichnungen, Vorbehalt zu Bearbeitungsentgelten

1.1. Auf das gesamte Rechts- und Vertragsverhältnis zwischen dem Gast, beziehungsweise Auftraggeber und der RTG findet ausschließlich deutsches Recht Anwendung und zwar in erster Linie diese Vertragsbedingungen und die nachfolgende Badeordnung, hilfsweise die gesetzlichen Vorschriften.

1.2. Die Vertragsbedingungen und die Badeordnung gelten für das Vertragsverhältnis über die Benutzung Des Erlebnis- und Wellnesbads Vita Alpina mit allen Einrichtungen und Anlagen. Sie gelten außerdem für alle sonstigen, außerhalb der Therme von der RTG betriebenen Einrichtungen.

1.3. Die Vertragsbedingungen und die Badeordnung gelten insgesamt oder bezüglich einzelner Bestimmungen nicht, soweit bei bestimmten Einrichtungen und Dienstleistungen innerhalb der Therme vor oder bei Vertragsschluss darauf hingewiesen wird, dass es sich um Fremdleistungen handelt. Bei solchen Fremdleistungen kommt ein Vertragsverhältnis ausschließlich zwischen dem Badegast, bzw. dem Auftraggeber und dem jeweiligen Anbieter der Dienstleistung zu Stande.

1.4. Der Begriff "Auftraggeber" bezeichnet in den nachfolgenden Bedingungen gewerbliche Auftraggeber (Reiseveranstalter, Reisebüros, Omnibusunternehmen, Eventagenturen, Beherbergungsbetriebe und Privatvermieter und sonstige Unternehmen und Institutionen), welche mit der RTG in Form des Erwerbs von Eintrittskarten, Geldwertkarten und Gutscheinen oder im Rahmen sonstiger Kooperationsformen Verträge abschließen.

1.5. Im Verhältnis zu Auftraggebern, die Kaufleute oder juristische Personen des öffentlichen oder privaten Rechts sind, gelten die Vertragsbedingungen und die Badeordnung auch für zukünftige Geschäfte. Bei Vertragsverhältnissen mit solchen Auftraggebern haben eigene Geschäftsbedingungen der Auftraggeber keine Gültigkeit gegenüber der RTG und zwar auch dann nicht, wen sie zum Auftraggeber für anwendbar erklärt wurden und die RTG diesen Bedingungen nicht widersprochen hat.

1.6. Soweit die RTG nach Maßgabe dieser Vertragsbestimmungen oder der Grundlage entsprechender Aushänge und Preislisten in der Therme pauschalierte Bearbeitungsentgelte erhebt, bleibt es den Badegästen und Auftraggebern vorbehalten, der RTG nachzuweisen, dass ihr keine oder wesentlich geringe Aufwendungen, Schäden oder Umsatzausfall entstanden sind, als die geltende gemachte Pauschale.

2.Vertragsabschluss

2.1. Der Vertrag mit dem Badegast kommt auf der Grundlage dieser Vertragsbedingungen und der Badeordnung mit dem Erwerb der Eintrittskarte, eines Gutscheins oder einer Geldwertkarte zu Stande. Er bedarf keiner bestimmten Form.

a) Soweit der Vertrag im Wege des Fernabsatzes (über das Internet, per E-Mail, per Fax, telefonisch oder per Briefkorrespondenz) abgeschlossen wird, wird darauf hingewiesen, dass nach den gesetzlichen Bestimmungen vorbehaltlich des Satzes 2 des § 312g Abs. 2 BGB kein Widerrufsrecht des Badegastes besteht bei Verträgen zur Erbringung von Dienstleistungen in den Bereichen Beherbergung zu anderen Zwecken als Wohnzwecken, Beförderung von Waren, Kraftfahrzeugvermietung, Lieferung von Speisen und Getränken sowie zur Erbringung weiterer Dienstleistungen im Zusammenhang mit Freizeitbetätigungen, wenn der Vertrag für die Erbringung einen spezifischen Termin oder Zeitraum vorsieht. Ein Rücktritt vom Vertrag (eine Rückgabe und Rückerstattung bezüglich erworbener Eintrittskarten, Gutscheine usw.) ist daher nur im Rahmen dieser Vertragsbestimmungen und der allgemeinen gesetzlichen Vorschriften möglich.

3.Rücktritt, Rückgabe und Rückerstattung

3.1. Ein Rechtsanspruch auf Rückgabe mit Rückerstattung besteht bezüglich Eintrittskarten, Eintrittschips, Geldwertkarten und Gutscheinen nicht. Abweichende Regelungen hierzu, insbesondere bei Auftraggebern, bedürfen einer ausdrücklichen Vereinbarung, bei Auftraggebern, die Kaufleute sind, einer schriftlichen Vereinbarung.

3.2. Der Badegast und der Auftraggeber sind zum Rücktritt, beziehungsweise zur Kündigung nur entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen bei mangelhafter Erbringung der Vertragsleistungen durch die RTG oder bei Unmöglichkeit der Leistungserbringung durch die RTG berechtigt.

3.3. Kaufmännischen Auftraggebern steht keine Kündigungs- oder Rücktrittsrecht nach kaufmännischen Handelsbräuchen zu.

4.Leistungen der RTG, Öffnungszeiten; Altersbeschränkung, Aufsichtspflicht

4.1. Die vertraglichen Leistungen der RTG bestehen in der Gewährung des Zugangs zu den Einrichtungen des Bades nach Maßgabe des vereinbarten Benutzungsumfangs und des vereinbarten Benutzungszeitpunkts. Sie bestehen weiter in der Erbringung entsprechender Dienstleistungen bei vereinbarten Anwendungen und Behandlungen.

4.2. Eine Leistungspflicht, die über den Umfang der ausgeschriebenen Leistungen hinausgeht, bedarf einer ausdrücklichen Vereinbarung mit der RTG.

4.3. Der RTG ist es vorbehalten, Öffnungszeiten des Erlebnis- und Wellnessbad Vita Alpina insgesamt sowie bezüglich einzelner Abteilungen und Einrichtungen allgemein oder zu bestimmten Terminen zu ändern und einzuschränken.

4.4. Der RTG ist es insbesondere vorbehalten, aufgrund von Reinigungs- und Wartungsarbeiten, aus Sicherheitsgründen aufgrund notwendiger Überprüfungen oder aus sonstigen technischen Gründen den Leistungsumfang oder die Leistungszeit vorübergehend einzuschränken.

4.5. Aus Einschränkungen nach Ziffer 4.2 bis 4.4 können Ansprüche gegenüber der RTG, insbesondere auf Minderung des Eintrittsentgeltes, nur erhoben werden, wenn die Einschränkungen nach Art und Umfang erheblich sind. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass die Schließung von Teilbereichen des Bades bis zu 14 Tagen im Jahr beziehungsweise 7 Tagen pro Halbjahr im Rahmen von Jahres- und Halbjahreskarten nicht als erheblich gilt.

4.6. Bezüglich vom Badegast eingebrachter Sachen wird, weder soweit es Wertfächer oder Kleiderschränke betrifft, noch bezüglich sonstiger mitgeführter Sachen ein Verwahrungsvertrag begründet. Auf die diesbezügliche Haftungsregelung in Ziffer 8.3 und 8.4 wird hingewiesen.

4.7. Behinderte Gäste sind der RTG willkommen. Eine Behindertengeeignetheit, Barrierefreiheit des Erlebnis- und Wellnessbad Vita Alpina und ihrer Einrichtungen ist jedoch nicht zugesichert und nicht Gegenstand der vertraglichen Leistungen.

4.8. Kinder unter 16 Jahren haben in der Saunalandschaft nur in Begleitung Erwachsener Zutritt. Die Mitarbeiter der RTG sind berechtigt, einen Altersnachweis zu verlangen.

4.9. Der Einlass, bzw. der Vertragsabschluss bezüglich Minderjähriger begründet keine vertragliche oder gesetzliche Aufsichtspflicht der RTG, bzw. ihres Personals.

4.10. Eine besondere Betreuung Behinderter bedarf einer vorherigen ausdrücklichen vertraglichen Vereinbarung.

5.Zahlungen, Preise, Preiserhöhungen, Verlust

5.1. Das entsprechende Entgelt für die Nutzung des Bades und seiner Einrichtungen ist durch den Badegast grundsätzlich im Voraus zu entrichten. Bezüglich Auftraggebern gelten die im Einzelfall getroffenen Zahlungsfälligkeiten; sind solche nicht vereinbart ist der Gesamtpreis der bezogenen Leistungen grundsätzlich vor Übermittlung von Eintrittskarten, Gutscheinen usw. und vor Inanspruchnahme der entsprechenden Leistungen zahlungsfällig.

5.2. Soweit ein entsprechender Hinweis auf dem Zahlungsbeleg angebracht ist, ist der Badegast verpflichtet, Zahlungsbelege aufzubewahren. Ein Ersatz von Eintrittschips, Eintrittskarten oder Wertgutscheinen ohne entsprechenden Nachweis ist bei Verlust ohne Vorlage des entsprechenden Zahlungsbelegs ausgeschlossen.

5.3. Eintrittschips (nachfolgend bezeichnet als „Chip“) werden dem Kunden nach Bezahlung zum automatisierten Zugang zur Therme ausgehändigt. Chips dienen darüber hinaus als Zeiterfassungsmedium bzw. als Zugangsberechtigung innerhalb

der jeweils gebuchten Bereiche (Erlebnisbad und/oder Saunabereich) sowie als hausinternes Zahlungsmittel für Gastronomie, Wellness, Boutique etc.

5.4. Tageschips sind nur am Tag des Erwerbs gültig. Ein Anspruch auf Rückerstattung des anteiligen Werts nicht in Anspruch genommenen Leistung besteht nur innerhalb der Verjährungsfrist und mit der Maßgabe, dass die RTG nach Maßgabe von Ziff. 1.6 dieser Bedingungen ein Bearbeitungsentgelt von 20% des Restwerts erheben kann.

5.5. Soweit auf Eintrittskarten und Gutscheinen eine entsprechende Befristung ausgewiesen ist, gilt:

a) Nach Ablauf der Frist besteht kein Anspruch mehr, die ausgewiesene Leistung zum angegebenen Preis in Anspruch zu nehmen

b) Der Badegast, beziehungsweise der Auftraggeber können nach Ablauf der Frist die Rückerstattung der bezahlten Beträge mit der Maßgabe verlangen, dass die RTG vom Erstattungsbetrag ein pauschaliertes Entgelt von 20% des bezahlten Preises beanspruchen und abziehen kann. Voraussetzung für die Erstattung ist die Vorlage der Originale der Eintrittskarten, beziehungsweise Gutscheine.

c) Alternativ zur Rückerstattung kann der Badegast, beziehungsweise der Auftraggeber verlangen, Eintrittskarten und Gutscheine gegen jeweils neue Eintrittskarten und Gutscheine auszutauschen, sofern sich der Badegast, beziehungsweise der Auftraggeber verpflichten, zuvor den Aufpreis entsprechend der aktuell gültigen Preisliste zu bezahlen.

d) Gegenüber Auftraggebern kann die RTG nach Ablauf einer Befristung verlangen, innerhalb einer angemessenen Frist vom Wahlrecht nach b) oder c) Gebrauch zu machen. Geschieht dies nicht kann die RTG die Rückabwicklung nach c) geltend machen.

5.6. Soweit die RTG zur Erbringung der vertraglichen Leistungen bereit und in der Lage ist und kein gesetzliches oder vertragliches Zurückbehaltungsrecht des Auftraggebers besteht, kann die RTG den Personen, die vom Auftraggeber Eintrittskarten, Gutscheine oder Geldwertkarten ausgehändigt oder eine entsprechende Leistungszusage erhalten haben, bis zur vollständigen Bezahlung durch den Auftraggeber den Zugang zur Therme und die Inanspruchnahme der vertraglichen Leistungen verweigern.

5.7. Der RTG bleibt es vorbehalten, bei Eintrittskarten, Gutscheinen und Geldwertkarten, die nicht für den sofortigen Eintritt, also die Inanspruchnahme am Tag des Kaufs, erworben werden, Preiserhöhungen vorzunehmen, soweit sich der Leistungsumfang der Therme, bzw. der jeweiligen Einrichtung objektiv gegenüber der Leistungsbeschreibung zum Zeitpunkt des Erwerbs erweitert hat.

5.8. Beim Verlust von Eintrittschips, Eintrittskarten, Gutscheinen und Geldwertkarten besteht ein Anspruch auf Ersatz nur unter folgenden Voraussetzungen:

a) Der Erwerb ist durch Vorlage des Original-Zahlungsbelegs nachzuweisen.

b) Die RTG kann die Übergabe entsprechender Ersatzunterlagen davon abhängig machen, dass Sicherheit in Höhe bestehender Guthaben/Restguthaben geleistet wird. Die Sicherheit ist erst dann zurück zu bezahlen, wenn alle vertraglichen oder gesetzlichen Fristen, insbesondere Verjährungsfristen, für die Inanspruchnahme der Leistungen abgelaufen sind.

c) Die RTG haftet nicht für den Fall der Einlösung verlustig gegangener Unterlagen durch Nichtberechtigte, soweit ihr diesbezüglich nicht Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last fällt.

5.9. Der Badegast ist dringend angehalten, an ihn ausgereichte Schlüssel und Chips so zu verwahren, dass ein Verlust vermieden wird. Er hat dafür Sorge zu tragen, dass Chips während des gesamten Aufenthaltes im Bad nicht unbeaufsichtigt bleiben. Dem Badegast wird dringend empfohlen, beides, Chip und Schlüssel, während des gesamten Aufenthaltes am Körper mittels des hierfür vorgesehenen Armbands zu tragen.

5.10. Im Falle des schuldhaften Verlusts von Chips und/oder Schlüsseln durch den Gast ist die RTG berechtigt, die Zahlung der nachfolgenden pauschalierten Sicherheiten zur Absicherung etwaig entstandener Schäden zu verlangen:

a)  Verlust Schlüssel: Bei einem schuldhaften Verlust des Wertfach- und Garderobenschlüssels hat der Gast eine Wiederbeschaffungspauschale für den Schlüssel in Höhe von zurzeit 25,00 Euro zu zahlen.

b) Verlust Chip: Bei einem schuldhaften Verlust des Chips ist der auf diesem Chip bis zur Meldung des Verlustes tatsächlich gebuchte Betrag zuzüglich einer Wiederbeschaffungspauschale für den Chip inklusive Armband in Höhe von zurzeit 5,00 Euro zu zahlen. Für den Fall, dass der Gast entgegen seiner vertraglichen Verpflichtungen aus vorstehender Ziff. 5.2 keinen Zahlungsbeleg vorlegen kann und etwaige Aufbuchungen auf dem Chip somit nicht entsprechend zugeordnet werden können, ist die RTG berechtigt eine zusätzliche Sicherheit in Höhe von 100,00 Euro für jeden Badegast ab dem 17. Lebensjahr sowie in Höhe von 20,00 Euro für jeden Badegast vom 12. bis zum 16. Lebensjahr zur Absicherung etwaig entstandener Schäden zu verlangen.

c) Werden verlorene Chips wiedergefunden, wird der jeweils einbehaltene Sicherheitsbetrag abzüglich tatsächlich festgestellter Abbuchungen auf dem Chip und einer Bearbeitungsgebühr von 5,00 Euro zurückerstattet. Bei endgültig verlorenen Chips wird der geleistete Sicherheitsbetrag als pauschaler Schadensersatz einbehalten. Werden verlorene Schlüssel wiedergefunden, wird die einbehaltene Wiederbeschaffungspauschale abzüglich einer Bearbeitungsgebühr von 5,00 Euro zurückerstattet.

5.11 Dem Badegast bleibt es vorbehalten der RTG nachzuweisen, dass ihn am Verlust von Chips und/oder Schlüsseln kein Verschulden trifft, insbesondere, dass er die verlorenen Gegenstände während des gesamten Aufenthaltes im Bad ordnungsgemäß verwahrt hat. In diesem Fall kann weder die Zahlung einer Sicherheit noch eines Schadensersatzes gefordert werden.

5.12 Dem Badegast bleibt es darüber hinaus vorbehalten, der RTG nachzuweisen, dass der RTG kein oder nur ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist als die jeweils einbehaltene Sicherheit und im Falle eines solchen Nachweises durch den Badegast nur ein geringerer Schadensersatz zu leisten ist.

6. Besondere Pflichten von Auftraggebern

6.1. Auftraggeber sind verpflichtet, der RTG Auskunft über den Bestand erworbener Eintrittskarten und Gutscheine und über den Umfang einer bereits erfolgten Weitergabe, beziehungsweise eines Weiterverkaufs zu erteilen.

6.2. Soweit nach datenschutzrechtlichen Grundsätzen ein berechtigtes Interesse der RTG gegeben ist, sind Auftraggeber verpflichtet, der RTG Auskunft über die Person, bzw. die Stellen zu erteilen, an die Eintrittskarten und Gutscheine weitergegeben wurden.

7.Pflichten des Gastes

7.1. Der Badegast ist verpflichtet, die nachfolgend wiedergegebene Badeordnung zu beachten.

7.2. Der Badegast hat vorgefundene und/oder fremdverursachte Mängel der Einrichtungen und Schäden, unverzüglich der RTG gegenüber den Mitarbeitern des Bades anzuzeigen. Sach- und Vermögensschäden sind vom Gast vor Verlassen des Bades anzuzeigen. Erfolgt eine solche Anzeige nicht, ist der Gast mit vertraglichen Ansprüchen ausgeschlossen, es sei denn, dass die Anzeige unverschuldet unterblieben ist, insbesondere weil ein Schaden vor Verlassen des Bades objektiv nicht festgestellt werden konnte.

7.3. Der Badegast hat selbst verursachte Schäden ebenfalls unverzüglich, spätestens vor Verlassen des Bades gegenüber den Mitarbeitern der RTG anzuzeigen.

7.4. Es obliegt dem Badegast, gegebenenfalls nach vorheriger ärztlicher Konsultation, zu überprüfen, ob und inwieweit die Inanspruchnahme der Leistungen des Bades und die Benutzung der Einrichtungen für ihn aufgrund seiner persönlichen gesundheitlichen Disposition möglich sind. Die RTG schuldet diesbezüglich keine medizinische oder sonstige Beratung oder Aufklärung, soweit diese über die allgemeinen im Bad angebrachten Hinweise (z. B. zur empfohlenen Aufenthaltsdauer) hinausgehen.

7.5. Badegäste mit Behinderungen obliegt es, sich bezüglich der Geeignetheit des Bades und ihre Einrichtungen für ihre persönliche Nutzung vor Erwerb der Eintrittskarte, von Gutscheinen oder Geldwertkarten zu erkundigen.

8.Haftung der RTG, Haftungsbeschränkung

8.1. Die Haftung gegenüber Auftraggebern, die Kaufleute oder juristische Personen des öffentlichen oder privaten Rechts sind ist für Schäden, die nicht auf Schäden des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit beruhen, ausgeschlossen soweit der RTG oder ihren Erfüllungsgehilfen nicht Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last fällt.

8.2. Gegenüber den in Ziff. 8.1. genannten Auftraggebern ist die Haftung für Schäden, die nicht Schäden des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sind, auf den Betrag beschränkt, welcher dem Gesamtpreis der bezogenen Leistungen entspricht.

8.3. Die Badegäste benutzen alle Einrichtungen des Bades auf eigene Gefahr, unbeschadet der Verpflichtung der RTG, die Therme und ihre Einrichtungen in einem verkehrssicheren Zustand zu erhalten.

8.4. Für die Zerstörung, Beschädigung oder für das Abhandenkommen der in das Erlebnis- und Wellnessbad Vita Alpina eingebrachten Sachen wird nicht gehaftet. Dies gilt auch für Sachen, die in Kleiderablagen oder Wertschließfächern abgelegt sind. Eine etwaige Haftung der RTG im Rahmen dieser Ziff. 8.4 aus der schuldhaften Verletzung von Sorgfaltspflichten durch die RTG oder ihrer Erfüllungsgehilfen bleibt unberührt.

9.Kündigung und Zutrittsverweigerung

9.1. Die RTG kann den Vertrag mit dem Badegast hinsichtlich des aktuellen Aufenthalts nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen in Form eines Verweises aus dem Bad fristlos kündigen.

9.2. Die Kündigung ist insbesondere möglich, wenn der Badegast gegen die Verpflichtung aus diesen Vertragsbestimmungen, bzw. gegen die Verpflichtungen aus der Badeordnung schuldhaft verstößt.

9.3. Die Kündigung setzt eine entsprechende Abmahnung seitens des Personals des Bades voraus, es sei denn, dass der Verstoß objektiv so schwerwiegend ist, dass eine sofortige Kündigung und ein sofortiger Verweis gerechtfertigt sind. Dies ist grundsätzlich anzunehmen, wenn das entsprechende Verhalten des Badegastes (insbesondere im Hinblick auf sexualbezogene Strafnormen) eine Straftat darstellt oder den dringenden Verdacht einer Straftat begründet.

9.4. Im Falle einer begründeten Kündigung besteht ein Anspruch auf Rückerstattung hinsichtlich nicht in Anspruch genommener Leistungen nicht.

9.5. Lässt das Verhalten des Badegastes objektiv für die Zukunft weitere Verstöße gegen die Vertragsbestimmungen oder die Badeordnung erwarten oder liegt eine Straftat vor, so kann die RTG einen Vertrag auch bezüglich noch nicht verbrauchter Eintrittskarten, Gutscheine und Geldwertkarten kündigen. Ein Erstattungsanspruch des Badegastes  besteht nur hinsichtlich nicht in Anspruch genommener Leistungen und unter Abzug eines Bearbeitungsentgeltes von 20% des Restwerts.

9.6. Lässt das Verhalten  Badegastes des objektiv für die Zukunft weitere Verstöße gegen die Vertragsbestimmungen oder die Badeordnung erwarten oder liegt eine Straftat vor, kann die RTG ein generelles Hausverbot aussprechen, welches sich auch auf das Foyer und die Außenanlagen bezieht.

9.7. Zur Ausübung der entsprechenden Rechte der RTG ist generell das gesamte Personal des Bades berechtigt.

10.Alternative Streitbeilegung; Gerichtsstand

10.1. Die RTG weist im Hinblick auf das Gesetz über Verbraucherstreitbeilegung darauf hin, dass sie nicht an einer freiwilligen Verbraucherstreitbeilegung teilnimmt. Sofern eine Verbraucherstreitbeilegung für die RTG verpflichtend würde, informiert die RTG die Verbraucher hierüber in geeigneter Form. Die RTG weist für alle Verträge, die im elektronischen Rechtsverkehr geschlossen wurden, auf die europäische Online-Streitbeilegungs-Plattform https://ec.europa.eu/consumers/odr/ hin.

10.2. Der Badegast und Auftraggeber können die RTG nur an deren Sitz verklagen.

10.3. Ausschließlicher Gerichtsstand für jedwede Rechtsstreitigkeiten aus dem Rechts- und Vertragsverhältnis mit dem Badegast und mit Auftraggebern ist ausschließlich der Sitz der RTG, soweit der Badegast, beziehungsweise der Auftraggeber Kaufmann, juristische Personen des öffentlichen oder privaten Rechts ist oder keinen allgemeinen Wohn- oder Geschäftssitz im Inland hat.

10.4. Zwingende Gerichtsstände aufgrund Vorschriften der Europäischen Gemeinschaft bleiben durch die vorstehenden Regelungen unberührt. Ist nach solchen Vorschriften ein Gerichtsstand im Ausland begründet, so findet aufgrund und Höhe solcher Ansprüche gleichwohl ausschließlich deutsches Recht Anwendung.

11.Verjährung

11.1. Ansprüche gegen die RTG aus Körperschäden verjähren nach den gesetzlichen Bestimmungen.

11.2. Ansprüche auf die Inanspruchnahme vertraglicher Leistungen aus erworbenen Eintrittskarten, Gutscheinen Geldwertkarten verjähren innerhalb von drei Jahren. Die Verjährung beginnt mit Schluss des Jahres in dem der Erwerb erfolgt ist.

11.3. Ansprüche aus Sachschäden und Vermögensschäden des Badegastes  und des Auftraggebers, die nicht auf Körperschäden beruhen, verjähren innerhalb eines Jahres. Die Verjährung beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist, jedoch nicht früher als zu dem Zeitpunkt, zu dem der Badegast, beziehungsweise der Auftraggeber von Umständen Kenntnis erlangt, die den Anspruch begründenden und von der RTG als Schuldner solcher Ansprüche oder ohne grobe Fahrlässigkeit Kenntnis erlangen müsste.

B. Badeordnung

Die nachfolgenden Bestimmungen regeln den Aufenthalt des Badegastes im Vita Alpina und allen Einrichtungen. Sie sind Bestandteil der Vertragspflichten des Badegastes.

1.Verhalten des Badegastes

1.1. Die Badegäste sind verpflichtet, sich so zu verhalten, dass kein anderer Badegast geschädigt, belästigt oder in unzumutbarer Weise beeinträchtigt wird.

1.2. Das Verhalten von Badegästen hat den allgemeinen Anschauungen über Sitte und Anstand zu entsprechen. Zärtlichkeiten, die über einen Kuss hinausgehen, werden nicht geduldet.

1.3. Auf die Regelungen in den Vertragsbedingungen unter Ziffer 9. bei Nichtbeachtung diese Verhaltenspflichten wird hingewiesen.

1.4. Bei Minderjährigen obliegt den Eltern, beziehungsweise Begleitpersonen generell die Aufsicht über die Kinder. Verstöße hiergegen können eine Kündigung mit Verweis aus dem Bad gemäß Ziff. 9 der Vertragsbedingungen begründen.

2.Badebekleidung

2.1. Im Bad dürfen die Gäste nur klassische Badebekleidung tragen. Nicht erlaubt sind Badeshorts, die knielang oder länger sind, Baderöcke oder Ganzkörperbadeanzüge.

2.2. Becken und Schwitzkabinen in textilfreien Bereichen dürfen aus hygienischen Gründen nur ohne Badebekleidung benutzt werden.

2.3. Babys und Kleinkinder dürfen sich nur mit wasserfesten Windeln im Bad aufhalten und baden. Diese Windeln können beim Badepersonal erworben werden.

3.Schwerbehinderte Gäste und Rollstuhlfahrer

Für unsere schwerbehinderten Gäste und Rollstuhlfahrer stehen entsprechende Umkleidekabinen zur Verfügung. Auf Ziffer 4.7 und 4.10 der Vertragsbedingungen wird hingewiesen.

4.Glättegefahr, Badeschuhe

4.1.  Wie bei allen Badeeinrichtungen können die Böden des Erlebnis- und Wellnessbads Vita Alpina durch Wasserrückstände glatt sein. Bitte beachten Sie unbedingt die permanente Rutschgefahr im gesamten Badebereich und richten Sie die Fortbewegung darauf aus. Eltern sind insbesondere dringend gehalten, die entsprechende Bewegung ihrer Kinder ständig zu beaufsichtigen.

4.2. Das Tragen von Badeschuhen im gesamten Bereich des Bades wird empfohlen.

5.Wertfächer und Umkleideschränke

5.1. Unseren Badegästen stehen Wertfächer und Umkleideschränke in ausreichender Anzahl zur Verfügung.

5.2. Die Benutzung der Wertfächer für Wertgegenstände wird dringend empfohlen. Beachten Sie diesbezüglich den entsprechenden Haftungsausschluss gemäß Ziffer 8.4 der vorstehenden Vertragsbedingungen.

6.Fundsachen

Fundsachen bitten wir beim Personal abzugeben. Für die Behandlung von Fundsachen, insbesondere deren Aufbewahrung, gelten die gesetzlichen Bestimmungen.

7.Hygieneanforderungen

7.1. Aus hygienischen Gründen bitten wir Sie, vor dem Baden duschen zu gehen. Wenn sie sich zwischendurch eincremen oder einölen sollten Sie unbedingt vor Betreten der Badebecken erneut duschen.

7.2. Rasieren, Nägel schneiden, Haare färben und ähnliche Handlungen, die der erweiterten Körperpflege dienen, sind nicht erlaubt.

7.3. Das Personal des Vita Alpina ist angewiesen und berechtigt, unter Wahrung der Intimsphäre des Badegastes die Einhaltung dieser hygienischen Anforderungen sowie die Einhaltung sittlicher Anforderungen durch geeignete Maßnahmen und Weisungen an den Badegast durchzusetzen.

8.Speisen und Getränke

8.1. Speisen und Getränke sind im Innenbereich des Erlebnis- und Wellnessbads Vita Alpina nur an den dafür vorgesehenen Tischen zu verzehren.

8.2. Das Mitbringen von Glasflaschen ist grundsätzlich verboten.

9.Liegestühle

9.1. Im Interesse aller Gäste ist das Reservieren von Liegestühlen nicht gestattet.

9.2. Das Personal des Vita Alpina ist berechtigt und angewiesen, bei Nichtbeachtung die entsprechenden Maßnahmen, insbesondere auch durch Wegnahme von Badetüchern und sonstigen Gegenständen auf den Liegen, durchzusetzen. Das Personal ist berechtigt, diese Gegenstände in die dafür vorgesehenen Regale im Badbereich zu legen.

10.Rauchverbot

Das Rauchen ist im gesamten Vita Alpina einschließlich des Foyers nicht gestattet. Im Außenbereich ist das Rauchen lediglich in den besonders dafür gekennzeichneten Bereichen erlaubt.

11.Tiere

Tiere dürfen in das Erlebnis- und Wellnessbad Vita Alpina nicht mitgenommen werden.

12.Handys und Fotoapparate

Im gesamten Bereich des Bades ist zum Schutz der Privatsphäre unserer Gäste und aus rechtlichen Gründen die Benutzung von Handys und Fotoapparaten untersagt. Bei Zuwiderhandlungen sind die Mitarbeiter der Therme berechtigt, Handys und Fotoapparate vorübergehend einzuziehen; in objektiv schwerwiegenden Fällen der Verletzung der Privatsphäre von Gästen und bei Zuwiderhandlungen, die den Verdacht einer Straftat objektiv begründen, kann eine Verweisung aus der Therme und/oder ein generelles Hausverbot ausgesprochen werden.

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